In unsinnigen Rezensionen streichen!

Wer noch nicht bemerkt hat, dass Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau im Durchschnitt sechs Jahre kürzer leben als Menschen mit höherem Bildungsniveau und fünfzehn Jahre früher ernsthafte Gesundheitsprobleme entwickeln, lebt unter einem Stein. Zu diesem Thema erscheint ein Artikel nach dem anderen. Wird das Ministerium für soziale Angelegenheiten und Beschäftigung endlich Konsequenzen daraus ziehen? Hallo?

Was hat das mit Versicherungsärzten zu tun? Nun, sehr viel. Aus der Kategorie der unsinnigen Bewertungen muss noch viel herausgenommen werden. Versicherungsmedizin ist ein schöner Beruf. Ja, wenn es eine Perspektive gibt. Vorzugsweise eine Mehrwert-Bewertung. Es ist nicht immer da, seien wir ehrlich. Auf diese Weise lassen Politiker die Versicherungsärzte weiter an der Beurteilung von Menschen über sechzig arbeiten. Glauben Sie mir, es wird nicht besser werden.

Die Politiker wachen vor allem dadurch auf, dass sie verstümmelte Bürger auf die Bühne bringen. Leider gibt es zu viele von ihnen.

Fall von Bauchschmerzen
Eine 61-jährige Rezeptionistin, die 24 Stunden pro Woche 24 Stunden am Empfang arbeitete und (ja) 44 Jahre lang für denselben Arbeitgeber tätig war, fällt mit depressiven Beschwerden aus. Die betriebliche Sozialarbeit wurde eingeschaltet: keine Verbesserung. Die 24-Stunden-Betreuung ihres schwerkranken Ehemannes liegt ganz in ihrer Hand. Die ambulante Versorgung durch das POH-GGZ bietet Unterstützung und Struktur. Die Medikation ist geregelt. Es geht alles einfach so. Sie versuchte, ihre Stunden anders einzuteilen, sie zu reduzieren, musste aber schließlich ihre Arbeit einstellen, was ihr Spaß machte. Sie konnte sich nicht mehr gut konzentrieren und begann, Fehler zu machen. Früher hatte sie einen Burn-out, aber sie kümmerte sich immer weiter um andere und krabbelte an sich selbst vorbei. Der Betriebsarzt beaufsichtigte sie zwei Jahre lang und kam an diesen Punkt.

In einer Falldiskussion über die WIA-Bewertung beklagten Mitversicherte, ob es sich um eine Situation der “nicht nutzbaren Möglichkeiten” (GBM) handele. Die rechtlichen Kriterien dafür sind ziemlich streng, und man muss die Dinge sehr strecken, damit es darunter fällt. Das gesetzliche Sprichwort lautet: “Die Besteuerung durch Betreuungsaufgaben zählt nicht bei der Bestimmung der Besteuerbarkeit”. Wie wäre es mit der Erstellung einer Liste von Funktionsmöglichkeiten (FML)? Dann muss sie sich an den Arbeitsmarktexperten wenden, der die Funktionen interpretieren wird. Es könnte auch sein, dass sie nicht arbeitsunfähig im Sinne des Gesetzes ist, weil es weniger als 35% Lohnausfall gibt. Danach ist eine “Kundenreise” möglich: zum Beispiel vom WW über das Krankengeldgesetz zurück zum WIA. Bis zum Erbrechen.

Alles, nichts oder ein Sammelsurium. Wer trifft welche Entscheidung?

Aufmerksam verfolge ich die Diskussion wie eine Fliege an der Wand. In meinem Kopf singt es: “Was zum Teufel machen wir hier? Wagt jemand mit trockenen Augen zu behaupten, dass diese Frau, wenn sie ihren Arbeitsplatz verloren hat, woanders gefunden wird? Und wer soll sagen: “Jeder muss sich beteiligen! Jedenfalls hat der Kollege, der diesen Fall einbringt, Bauchschmerzen davon.